Als Architekt und Künstler wendet sich Tadeusz Stupka zunächst sehr folgerichtig der perspektivischen Malerei von Stadträumen und -ansichten zu.
Seine eigentliche Passion entdeckt er bald in „Menschenbildern”.
Über spannungsreiche Porträts stösst er zum körperlichen vor.
Stupka's sujet ist für lange Zeit der weibliche Körper.
Von den ersten, sehr realistischen Darstellungen der „Aktmalklasse” in der Universität in Bleistift und Kreide bis hin zu hemmungslosen, alle moralischen Schranken überwindenden, wollüstigen Darbietungen weiblicher Sexualität -später zunehmend in Aquarell, Pastell und Acryltechnik- reicht eine gerade Linie.
Dabei vermitteln die Bilder den Eindruck, dass er beim malen fast zwingend den Tabuverstoss braucht, um alle Bindungen und Vorurteile abzulegen.
Trotz der Schamlosigkeit verherrlichen die Zeichnungen und Gemälde nicht den Sexus, sondern sind eher ein gradliniges Bekenntnis oder gleichsam eine oder an die Schönheit des Weiblichen.
Seine Modelle findet Stupka in der Öffentlichkeit, oft genug aber direkt auf der Strasse. Über eine Intensivierung der Arbeit findet Tadeusz Stupka in den letzten Jahren.
Prof. Dr. H.C. Jörg J. Kühn